KRUPS @ Motek 2015

LOGO!MAT e-CART - System: Die neue Generation der Montagefördersysteme


Motek2015 e CARTDas Das LOGO!MAT e-CART - Transfersystem ist ein staudruckloses Transportsystem für den Einsatz im Montage- und Testbereich von Produkte wie Motoren, Achsen und Getriebe. Das System ist in mehreren Abstufungen für Traglasten von 250 kg, 600 kg und 1.350 kg / Werkstückträger ausgelegt. Die e-CART - Abmessungen betragen 1.000 mm x 700 mm (Länge x Breite). Für lange Werkstücke, wie z.B. komplette Achsen kann die e-CART - Länge entsprechend der Produktlänge bis zu einem gewissen Grad verändert werden.

Bei traditionell eingesetzten Fördersystemen mit angetriebenen Staurollen oder Stauförderketten ist die Bahnstrecke immer aktiv – alle antreibenden Komponenten sind in der Bahnstrecke. Der Werkstückträger ist dagegen passiv und wird von der aktiven Bahnstrecke angetrieben. Das e-CART - System kehrt dieses Konzept um. Die Bahnstrecke ist passiv – sie hat keine mechanische bewegten Komponenten. Der Werkstückträger, das e-CART, ist aktiv. Alle antreibenden Komponenten sind in dem e-CART. Jedes e-CART hat einen eigenen, geregelten Antrieb.
Die e-CART´s erhalten ihre Energie über verschmutzungssicher in die Laufschiene integrierte Stromschienen und großzügig dimensionierte Stromabnehmer. Die Versorgungsspannung beträgt aus Sicherheitsgründen nur 48V DC.

Stopper und Indexier-Einheiten werden wie bei Rollen- und Kettenförderern zwischen den parallelen Laufschienen eingesetzt. Ein mittiger Freiraum in jedem e-CART ermöglicht auch eine Zugänglichkeit an die Unterseite der Werkstücke. Beim Anhalten an einem Stopper oder einem Hinderniss schaltet der Antrieb jedes e-CART´s ab – das e-CART stoppt berührungslos am Stopper. Dadurch entsteht kein Staudruck, auch nicht beim Anstauen mehrerer e-CART´s hintereinander. Mit nur einen Stopper kann daher eine beliebige Anzahl von e-CART´s angehalten werden. Der Stopp-Vorgang erfolgt immer gedämpft, da die e-CART`s vor dem Anhalten sanft bremsen, bis sie die Stopp-Position erreicht haben. Das Wiederanlaufen erfolgt ebenfalls mit einer sanften Beschleunigung. Zusammen mit den groß dimensionierten Tandenrädern ist immer eine schonender, stoßfreier Transport gewährleistet.

Montage-Fördersysteme für große und schwere Produkte werden häufig bodennah und begehbar ausgeführt. Die e-CART Laufschienen können mit einer Oberkante von nur 220 mm montiert werden, wobei immer noch ein ausreichender Verstellbereich zum Ausgleich von Bodenun-ebenheiten besteht. Der Raum zwischen den beiden Laufschienen wird mit begehbaren Stahlelementen abgedeckt. Der Werker kann kann sich von allen Seiten um das Werkstück herum frei bewegen.
Ein wesentlicher Vorteil dieses Konzeptes ist die hohe Anlagenverfügbarkeit. In den geraden Bandstrecken sind keine bewegliche Teile verbaut. Die Laufschienen und die darunter liegenden, geschützt angordneten Stromschienen sind umempfindlich gegenüber Verschmutzung und benötigen keine Wartung. Die Wartung konzentriert sich auf das einzelne e-CART. Im Störungsfall sind keine Streckenabschnitte betroffen, sondern nur ein einzelnes e-CART, das zur Wartung ausgeschleust werden kann.
Das Stromschienenkonzept mit einer unbedenklichen Kleinspannung von 48V DC macht teure Batterien mit häufigen Ladezyklen oder ein Wechslen von Batterien überflüssig.

In jedem e-CART werden die wichtigsten Funktionen permanent auf ihre Plausibilität überwacht – zu erwartende Ausfälle werden frühzeitig erkannt und entsprechende Fehlermeldungen ausgegeben. Kleinere Reparaturen können ohne Unterbrechung des Anlagenbetriebs direkt am e-CART vorgenommen werden. In einer Notbetrieb-Funktion kann ein e-CART bis zu einem Reparaturplatz fahren.
Im Gegensatz zu Rollen- oder Kettenförderern verbraucht das e-CART - System nur Energie, wenn die e-CART´s fahren. Hält ein e-CART an einem Stopper an oder stauen sich e-CART`s, schalten sich die Antriebsmotoren in den e-CART sofort ab. Die Antriebe von Rollen- oder Kettenförderern laufen dagegen weiter, auch wenn Werkstückträger an einem Stopper stehen oder sich dort anstauen. Alle Stopper werden rein elektrisch ohne Pneumatik betrieben. Für das gesamte e-CART - System sind keine pneumatischen Komponenten erforderlich. Das Energie-Einsparpotential beträgt bei einer mittleren Anlagengröße bis zu 50 %.

Das LOGO!MAT e-CART - System besteht nur aus wenigen Bauelementen, mit denen nahezu alle Layoutkonzepte einfach zu realisieren sind. Gerade Förderabschnitte werden mit standardisierten Drehmodulen als Ecken, Abzweigungen und Kreuzungen zu der gewünschten Linienführung kombiniert. Spätere Umbauten sind somit problemlos möglich.

Zusätzliche Funktionen geben dem Anwender weitere Vorteile.
Über die skalierbare Geschwindigkeit sind Drehzahl und Drehmoment für jedes e-CART einstellbar. Für einzelne Streckenabschnitte können unterschiedliche Geschwindigkeiten definiert werden. Damit lassen sich Streckenabschnitte mit “continous flow” oder kurze Wechselzeiten zwischen zwei Arbeitsstationen realisieren. Wahlweise gibt es die e-CART `s in der Ausführung mit einer oder zwei Laufrichtungen (reversierbar).

Der Mindestabstand zwischen den einzelnen e-CART`s, der Schleichgang und das Stoppverhalten beim Erkennen von Hindernissen sind ebenso skalierbar.
Für jedes e-CART sind angetriebene (48V) und gesteuerte Werkstückaufbauten möglich. So können die e-CART`s z.B. mit angetriebenen Hub-tischen ausgerüstet werden. Die permanente Stromversorgung ermöglicht eine Höhenverstellung des Hubtisches und damit des zu montierenden Produktes an jeder Position der Gesamtstrecke. Für jeden Montagefortschritt kann für jeden Werker die ergonomisch günstigste Arbeitshöhe eingestellt werden.

Über zusätzliche Sensoren auf dem e-CART können die Werkstücke und deren Kontur überwacht werden. 
Das LOGO!MAT e-CART - System wird schlüsselfertig mit Stromversorgung und integrierter Intelligenz zur einfachen Einbindung in die Kundensteuerung und fertiger Verkabelung komplett ausgeliefert.

Auf der MOTEK 2015 vom 05. bis 08. Oktober in Stuttgart zeigen wir auf unserem Messestand 4103 in der Halle 4 zwei komplett funktionsfähige Musteranlagen.
Eine aufgeständerte Anlage zeigt den direkten Vergleich mit herkömmlichen Transportsystemen, während eine bodenliegende Version vollkommen übergehbar ist. Hier kommt besonders der vollständige Verzicht von bewegter Mechanik zur Geltung.

Schauen Sie an unserem Stand vorbei – wir freuen uns auf Sie.